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Als krönenden Abschluss des Gedenkjahres 300. Jahrestag des berühmten Burgeisers Johann Evangelist Holzer wird am Montag, den 27. Dezember 2010 um 17:00 Uhr in der Klosterkirche von Marienberg eine Messe in memoriam Johann E. Holzer von der Musikkapelle Burgeis unter der Leitung von Hermann Brunner uraufgeführt.  Sie wurde von der Kapelle gemeinsam mit dem Südtiroler Blasmusikverband beim bekannten Südtiroler Komponisten Hansjörg Mutschlechner in Auftrag gegeben. Da in seinem Heimatort so wenige Werke an Holzer erinnern, soll diese Messe ein bleibendes Zeichen der Erinnerung an ihn werden. Alle Kunstsinnigen und Musikinteressierten sind herzlich zu dieser Uraufführung eingeladen.

Nicht nur in Burgeis hat man wieder an diesen großen Sohn der Malerei erinnert, sondern vor allem auch an den Städten seines Wirkens und Lebens: Augsburg, Eichstätt, Sögel, um die wichtigsten zu nennen. Es ist verwunderlich, dass ein begnadeter Maler wie Holzer  in der Erinnerung seines Heimatdorfes lang Zeit ein verhältnismäßig so schattenhaftes Dasein fristete, wenn man bedenkt, dass er zu seinen Lebzeiten mit Raffael verglichen und im 19. Jh. sogar einmal Rembrandt gleichgestellt wurde. Wie sehr Holzer sich zu Lebzeiten selbst in das Gedächtnis der einfachen Menschen gemalt hatte, beweist seine, wohl erfundene Geschichte, die man sich in Augsburg erzählte, die nichtsdestoweniger aber überzeugend darstellt, welchen Ruf der Maler einmal selbst im einfachen Volk besaß: „Zu Augsburg erzählte man ehemals es sei, da Holzer an diesem Gemälde (Die Fabel von Castor und Pollux, Fresco am Haus des Kupferstechers Pfeffel) arbeitete, ein im abgeneigter Maler zu ihm auf das Gerüst gestiegen, in der Erwartung, da Stoff zu finden, um sich über den jungen Mahler lustig machen zu können, er sei aber durch die Vortrefflichkeit der Arbeit so überrascht worden, daß er auf der Stelle vom Schlage gerührt worden sei.“

Allein dadurch, dass allzu viele seiner Werke verlorengegangen sind, lässt sich der Dornröschenschlaf erklären, den Holzers Name vor allem im 20. Jahrhundert durchgemacht hat, ansonsten müsste heute der Name Johann Evangelist Holzer einen klingenderen, freudigeren und würdigeren Klang in Burgeis besitzen.

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