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Am 17. September 2010 um 18 Uhr ist es soweit: In der Malser Bibliothek wird die erste Artothek Südtirols eröffnet. Die erste Auflage der Artothek bietet Grafik und Malerei, Skulptur und Fotografie. Der Malser Maler Karl Plattner ist übrigens der einzige schon verstorbene Künstler, dessen angekaufte Werke zum Verleih zur Verfügung stehen. Der Kunstverein M10, unter der Leitung von Sven Sachsalber, hat sich nämlich vorrangig der Förderung Zeitgenössischer Kunst verschrieben. Im ersten Leih-Jahr der Artothek stehen die Werke junger Vinschgauer Künstler wie Esther Stocker (Wien), Klaus Pobitzer (Wien) und Tomas Eller (Wien), sowie Arbeiten der in München lebenden Koreanerin S’nim Oh und der beiden Südtiroler Künstler Peter Senoner (Klausen) und Othmar Prenner (München/Langtaufers) zum Verleihen bereit. Eine Jury aus Kuratoren, Galeristen und Künstlern wählte die Arbeiten aus und sorgt so für einen hohen Qualitätsanspruch.

Für den Initiatoren der Artothek, den Südtiroler Künstler Othmar Prenner, der mit Sven Sachsalber, der Gemeindereferentin Marion Januth und dem Malser Bürgermeister Ulrich Veith an der Ausarbeitung der Idee feilte, spielten mehrere Motive für die Gründung der Artothek eine Rolle: Zum einen soll der Zugang zur Kunst auch jenen Menschen ermöglichet werden, die bislang mit Kunst wenig konfrontiert wurden. Zum anderen bietet das Ausleihen der Werke die Möglichkeit, sich mit dem Werk intensiv im eigenen Haus auseinandersetzen zu können: Bei niedrigen Leihgebühren ist es dies auch für jene eine Option, die sich ein eigenes Kunstwerk nicht leisten können. Durch den Ankauf der Werke für die Artothek werden zudem zeitgenössische Künstler gefördert. Mittlerweile existieren die Orte der zu verleihenden Kunst in vielen Städten der Welt: In Deutschland seit den 20er Jahren erfolgreich, entstand in den 40er Jahren eine der ersten Artotheken der U.S.A. im Obelin College in Ohio: mit dem erklärten Ziel des Sich-Auseinandersetzens mit Arbeiten von Picasso, Renoir oder Warhol.

Fachleute vor Ort, Vorträge, Diskussionsrunden, Lesungen für Kinder, sowie Partnerschaften mit Kindergärten und Bildungseinrichtungen sorgen dafür, dass die Bibliothek Mals, Sitz der Artothek, ein Ort des Austausches auch über Kunst wird. Ohne Galerie oder Museum kommt die Kunst von der Artothek ins eigene Haus: so kann Schwellenangst vor der Kunst abgebaut werden, erklärt Othmar Prenner. Und die Kunst kommt dorthin zurück, wo sie hingehört: zu den Menschen. Die angekauften Werke bleiben im Besitz der Artothek, die Vermittlung zwischen Interessenten und Künstlern ist ein weiterer Bestandteil dieser in Südtirol einzigartigen Einrichtung.

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