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Die Hoache, die 80 Hektar große Kulturlandschaft, die sich von Mals nach Tartsch am Fuße der Spitzigen Lun entlang streckt, war bei der jüngsten Initiative des Interreg-IV Projektes „Biodiversität in der Kulturlandschaft Hoache“ erneut Protagonistin. Rund 15 Interessierte zwischen 20 bis knapp 80 Jahren versammelten sich am Samstag, den 25. Januar um Förster Albert Pritzi. Materialien wie Baum- und Heckenscheren, Sägen mit und ohne Motor und nicht zuletzt  gute Handschuhe gegen stachelige Dornen halfen, an einer Hecke, einer Trockensteinmauer und einem kleinen Sumpfgebiet in der Hoache selbst Hand anzulegen. Bis Ende März ist ein guter Zeitpunkt, sich um die Hecken zu kümmern – danach sollten Hecken nicht mehr geschnitten werden. Am Kurstag fiel eine Esche der Heckenpflege zum Opfer. Was nicht bedeuten soll, dass Eschen generell aus Hecken zu verschwinden hätten.

Im Falle der gefällten Esche war es die besondere Struktur des kleinen Feuchtgebietes, dessen Reichtum vor allem durch Binsen und Gräser besteht. Auch dort gilt, wie für alle Gräser und Kräuter im untersten Bereich einer Hecke, dass diese auf keinen Fall vor Mitte Juni geschnitten werden dürfen!
Die Hecke zählt als enorm wichtiger Bestandteil dieser gewachsenen Kulturlandschaft Hoache und vereint Strukturen von Wald, Waldrand und Flur, was sie zu einem besonders wertvollen Lebensraum macht. Wichtig sei, so Pritzi, nicht die gleichen Arten zurückzuschneiden, um die Vielfalt der Hecke am Leben zu erhalten oder gezielt zu fördern. Diese Struktur einer Heckenlandschaft bietet vielfältige Vorteile. Als Windbremse ist sie ein guter Schutz gegen Trockenheit, als Erosionsschutz werden steile Hänge durch das Wurzelwerk der Hecke stabilisiert. Sie hat reinigende Wirkung als Staub – und Schadstofffilter und wirkt als nachhaltiges Nützlings-Reservoir. Können Nützlinge in größeren Beständen in einer Umgebung vorkommen, beugen sie der Ausbreitung von Schädlingen vor. Die richtige Pflege von Hecken sorgt vor allem für ein Verjüngen, fördert den Arten- und Strukturreichtum und verhindert die seitliche Ausbreitung.

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