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Fast nur in Musikerkreisen bekannt, wurde man in Mals nach Karl Plattner auf einen weiteren großen Künstler aufmerksam, der im österreichischen Kaiserreich als einer der großen Komponisten seiner Zeit galt. Johann Rufinatscha ist am 1. Oktober 1812 in Mals geboren und zog bald auf Grund seiner musikalischen Begabung nach Innsbruck, wo er sich bald zu einem der bedeutendsten Komponisten und Symphoniker emporarbeitete. Geistlicher hätte er nach Wunsch seiner Eltern werden sollen, aber dazu fehlte ihm jegliche Neigung und nach dem Besuch der Elementarschule in Mals zog es ihn in die Ferne. Durch seine musikalische Begabung wurde er bald als Schüler in den Innsbrucker Musikverein aufgenommen. 1835 zog Rufinatscha nach Wien, wo er mit seinen Werken großen Erfolg hatte und auch mit Johannes Brahms in engem Kontakt stand. Ab 1870 verschwand sein Name von den Wiener Konzertprogrammen und erst vor wenigen Jahren wurde man in der Musiksammlung des Tiroler Landesmuseums auf die Werke von Rufinatscha aufmerksam, so auch die Malser Gemeindereferentin für Schule, Kultur und Bildungstätigkeit, Sibille Tschenett. Sie setzte sich auch maßgeblich dafür ein, dass die Musikschule Mals nach Johann Rufinatscha zu seinem 200. Geburtstag gestern in feierlichem Rahmen benannt wurde. 

 

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