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Preis an Martin Frank aus Matsch. Der Wettbewerb unter dem Titel „Wer hat die schönste Wiese im ganzen Land?“ stieß auf unerwartet großes Echo: 170 Bäuerinnen und Bauern aus allen Landesteilen meldeten ihre Teilnahme am Wettbewerb an und noch bevor Ende Jänner 2011 die schönsten Wiesen gekürt wurden, siegte die Idee selber: Für „seine“ Wiesenmeisterschaft wurde das Institut für Alpine Umwelt der Europäischen Akademie mit dem Euregio-Umweltpreis 2010 ausgezeichnet.  Der zweite Preis in der Kategorie „ungedüngte Extensivwiese“ ging  in unsere Gemeinde und zwar  an Martin Frank vom Sasshof in Matsch. Nachdem er sich vor rund einem Jahr zum Wettbewerb angemeldet hatte, wurde seine Bergwiese im Sommer des Vorjahres von den Experten der EURAC nach wissenschaftlichen Kriterien untersucht.

„Ursprünglich als kleiner, bescheidener Beitrag zum Internationalen Jahr der Biodiversität gedacht, wurde die 1. Südtiroler Wiesenmeisterschaft 2010 zur Erfolgsgeschichte“, freut sich Prof. Ulrike Tappeiner, Leiterin des EURAC-Instituts für Alpine Umwelt. „Fast so wie bei der Ski-WM in Garmisch. Der Außenseiter Christof Innerhofer, bestenfalls ein Geheimfavorit, übertraf alle Erwartungen. Unser Innerhofer heißt Wiesenmeisterschaft“, ergänzt Projektleiter Erich Tasser.

Unter folgenden Kenndaten startete die Wiese dann in den Bewerb: „Wiesentyp: Goldhaferwiese (Trisetetum flavescentis) – Düngungen pro Jahr: keine – Schnitte pro Jahr: 1x plus Nachbeweidung – Bewässerung: ab und zu über ein Waalsystem – Ortsinformationen: 1820 m üNN, deutlich geneigt (30°) und nach Osten exponiert“ Eine neunköpfige Expertenjury beurteilte im Herbst die erhobenen Daten und ermittelte die Gewinner: Seither kann das Grundstück von Martin Frank den Titel „Die zweitschönste Wiese im ganzen Land“ tragen.

Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: „Goldhaferwiesen können bei guten Nährstoffvoraussetzungen auch ohne Düngung entstehen und langfristig genutzt werden. Die prämierte Wiese ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Trotz fehlender Erschließung wird diese Wiese immer noch in einer traditionellen und nachhaltigen Weise genutzt, was an sich schon prämierungswürdig ist. Darüber hinaus konnten 63 unterschiedliche Pflanzenarten gefunden werden, von denen einige auch auf der „Roten Liste Südtirol“, also auf der Liste der in Südtirol geschützten Pflanzen, aufscheinen (Feuerlilie, Langähriges Läusekraut und das Flecken-Ferkelkraut).“

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