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Scheibenschlagen

Der erste Fastensonntag ist bekanntlich besonders im oberen Vinschgau der ”Scheibenschlagsonntag”. Durch das Verbrennen der Hexe soll der Winter vertrieben werden. Bereits Tage zuvor wird die ”Hexenlatte” bereitgestellt, und Stroh und Holz gesammelt. Heute am frühen Nachmittag wird dann die Hexe gebunden und dann am Standort aufgestellt. Auch der ”Gart” und die Scheiben sind bereits fertig und warten nur auf den Abend. In vielen Häusern werden nach dem Scheibenschlagen entweder die typische Vinschger Schneamilch oder Krapfen serviert.

Am morgigen ersten Fastensonntag ist Scheibenschlagen-Sonntag. Bereits in den letzen Wochen zirkulierten die Buben durch das Dorf Mals, um für das Scheibenschlagen zu sammeln. Früher wurde hauptsächlich Stroh zum Binden der Hexe gesammelt. Da aber kaum mehr Getreide angebaut wird, müssen die Scheibenschlager das Stroh erwerben. Am Sonntag nach dem Mittagessen wird mit dem Binden der Hexe begonnen und diese wird dann im Laufe des Nachmittags am „Scheibenschlagegg“ aufgestellt und ein Feuer angezündet. Die Oberdörfler schlagen in den Tschöttackern, die Russländer in den Schlinigwiesen und die Unterdörfler in den Schganauenwiesen. Erst bei Einbruch der Dunkelheit  wird dann die Hexe angezündet, ein alter Brauch, um die bösen Geister zu vertreiben.

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IHR ZITAT

Wer die Weisheit mit Löffeln gefressen hat muss sich nicht wundern, dass anderen der Wissenshunger vergeht.

Agnes Anna Jarosch,
dt. Chefredakteurin

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